Das Andere in mir

Das Andere in mir

Edith Graef, eine Künstlerin, deren Werke mir sehr gefallen, hat ein Bild (Öl auf Leinwand 120x90 cm) von mir und meinem Kampf gegen den Krebs erschaffen. Das füllt mich ein wenig mit Stolz und freut mich total. Wie Geil ist das denn? Umsetzung, Titel und alles von Ihr. Ich habe keinerlei Vorgaben oder Einschränkungen auferlegt und bin vom Ergebnis begeistert!

DANKE EDITH!

Künstlerhomepage: https://www.artoffer.com/edeldith
Facebook: https://www.facebook.com/profile.php?id=100020221178770

Mein Krebs-Gedankenbuch

#fuckcancer

Die Meisten haben es ja schon mitbekommen. Ich habe Krebs. Lungenkrebs, kleinzellig und aggressiv.

Ich habe mich nun endgültig dazu entschlossen, offen mit dem Thema um zu gehen. Ich möchte, dass diejenigen, die es wissen möchten, nicht über Dritte oder Buschfunk mit „Informationen“ versorgt werden.

Hier auf meiner Homepage werde ich von nun an mehr oder weniger Regelmäßig berichten, was ich erlebe und wie ich es erlebe. Somit kann dann jeder selbst entscheiden, ob er teilhaben möchte oder nicht. Die reinen Fakten, meine Gedanken und Gefühle, Reaktionen von Freunden, Bekannten und Verwandten und Geschichten, die mir in dieser Zeit über den Weg laufen. Ich werde auch nicht rein chronologisch vorgehen. Es wird Rückblenden und Erinnerungen geben, die sich irgendwann im Laufe der Zeit und zum Thema ereigneten.

(Das Bild ist von CP Malek und ich liebe es und es passt zu mir)


Wer möchte, kann mir auch gerne schreiben.
Digital an: jko@www.jko-artworx.de 

Oder (ich liebe es) gerne auch noch mit der wunderbar altmodischen Post:

Jan Klug-Offermann
Louis-Goos-Str. 6
74889 Sinsheim

Sir Sinclair

Sir Sinclair

[22.03.2019]

Gegen 14:30 Uhr war ich dann endlich wieder zu Hause. Kiko stand bei mir vor der Haustür und hat auf mich gewartet. Sorry nochmal für die Wartezeit, aber ich hatte halt Pech mit der ersten Bestrahlung. Kiko ging für mich einkaufen und nahm Ihr Bild mit. Wir unterhielten uns kurz, waren aber beide ziemlich müde und verabschiedeten uns recht bald wieder.

Gegen 20:30 Uhr wurde ich in eine WhatsApp Gruppe geschoben. Die Gruppe bei der es um den Transport von Sir Sinclair und seinen Genossen von Rumänien nach Deutschland ging. Ich hatte schon immer Hunde. schon von Kindesbeinen an. Normalerweise hatte ich immer recht schnell wieder zumindest einen Hund bei mir. Nach meiner Trennung blieben die Hunde bei meiner Exfreundin. Es war ihr Wunsch und ich wollte das Rudel, bestehend aus Paul (10 Jahre), Fussel (9 Jahre) und Moe (19 Jahre im Oktober), nicht auseinanderreißen.

Aber diesmal war es anders. Ich war nicht bereit gleich wieder einen Fellpartner an meine Seite zu holen. Über 10 Monate habe ich mich geweigert an eine neue Fell Nase zu denken. Auch als die Diagnose kam, hatte ich zunächst mit einem Hund abgeschlossen. Doch meine Freunde kennen mich. Britta sagte dann irgendwann im Februar zu mir „Du brauchst wieder einen Hund“. Auf Grund meiner Erkrankung wollte ich das dann zunächst nicht. Was ist, wenn oder wie oder was …
Dann wurde schnell klar, selbst wenn ich wieder in die Klinik muss oder mir etwas passieren würde, der Hund wäre versorgt und muss niemals zurück ins Heim.
Nachdem dies geklärt war, stellt sich nun die Frage welcher Hund und woher. Normalerweise ziehe ich los und besuche die umliegenden Tierheime und such mir die raus, die niemand will. Die schon lange im Tierheim sind oder alte oder kranke Hunde. Es ist mir egal, wie ein Hund aussieht und auch der ängstlichste Hund verdient, dass ihm geholfen wird.

Bestes Beispiel: Fussel! Fussel musste ich 10 Wochen mit ganz viel Ignoranz und gleichzeitig Liebe und Zuneigung dazu bringen mich zu akzeptieren. Danach noch einmal 10 Wochen durch das Geschirr füttern, bevor ich es ihm anlegen konnte und weiter 3 Tage bis er dann auch mit Leine am Geschirr mal ein paar Meter mit mir Gassi ging. Fussel wurde offensichtlich von einem oder mehreren Männern gequält. Aber es war jeden Moment der Arbeit wert. Nach gut einem Jahr waren wir Beide so dick, da passte kein Blatt mehr dazwischen.

Zurück zum Thema!
Eine Freundin (Nurdan), die sich sehr im Tierschutz
( https://www.facebook.com/animalhopeandliberty ) engagiert erzählte mir vor einer Weile von einem Hund in deren rumänischen Schelter, der seit 5 Jahren dort lebt. Keiner will ihn. Warum war und ist mir egal. Und ich dachte mir, ich frag mal nach, ob er immer noch da ist. Und ja, tatsächlich war er noch dort und ich sah das als Zeichen. So entschloss ich mich kurzer Hand Sinclair einen dauerhaften Platz in meinem Leben zu geben und mir eine Aufgabe, die mich erfüllt und uns beiden Helfen wird.

In der WhatsApp Gruppe zum Transport wurden wir alle, die Ihre neuen Partner erwarteten, immer genauestens informiert, wie weit der Transport war und jede Übergabe wurde fotografiert und in der Gruppe zelebriert. Ich find diese Art und Weise super – war immer im Bild und nachdem sich herauskristallisierte, dass Sinclair gegen 4:30 morgens herumkommen würde, war es mit schlafen natürlich auch vorbei. Nurdan ist extra früh aufgestanden und zu mir gekommen und Sinclair ebenfalls zu begrüßen. Als er dann gegen 4:30 tatsächlich den Transporter verließ, um seine neue Heimat in Augenschein zu nehmen, war er völlig entspannt. Etwas erschöpft und müde durch die Fahrt. Wenig aufgeregt. Schaute sich alles in Ruhe an. Begrüßte zunächst Nurdan ausgiebig. Die Beiden kennen sich ja auch schon eine Weile.
War auch mir gegenüber sofort sehr freundlich und offen. Kam zum beschnuppern mit anschließenden Schmuseeinheiten für mich. Nurdan verließ uns dann und wir gingen noch eine Runde Gassi um auch die direkte Umgebung noch kurz kennen zu lernen. Sir Sinclair ignorierte das ihm bereitete Bett natürlich und legte sich direkt zu mir auf das Couchbett. Er lies mir sogar noch ein wenig Platz 😀

Gestern (Samstag 23.03.2019) waren wir dann bei Martin und Britta im Stall zu Besuch. Nachdem Sir Sinclair von ca. 7 Hunden und vielen Pferden und Menschen begrüßt worden war, fühlte er sich dort sichtlich wohl. Wie gesagt, der Hund ist immer mit dabei. Heute hatten wir dann einen sehr entspannten Tag. Viel schlafen, viel draußen viel Entspannung. Wir harmonieren sehr gut. Beide nicht al zu sportlich und eher entspannt. Wir werden ein tolles Team werden. Morgen habe ich einen Arzttermin und da kann Sir Sinclair leider nicht mit. Also machen wir morgen direkt den ersten Test und Sir Sinclair bleibt für 2 Stunden allein zu Hause – ich bin gespannt, aber auch davon überzeugt, dass er das prima hinbekommen wird!

Mein Krebs-Gedankenbuch

#fuckcancer

Die Meisten haben es ja schon mitbekommen. Ich habe Krebs. Lungenkrebs, kleinzellig und aggressiv.

Ich habe mich nun endgültig dazu entschlossen, offen mit dem Thema um zu gehen. Ich möchte, dass diejenigen, die es wissen möchten, nicht über Dritte oder Buschfunk mit „Informationen“ versorgt werden.

Hier auf meiner Homepage werde ich von nun an mehr oder weniger Regelmäßig berichten, was ich erlebe und wie ich es erlebe. Somit kann dann jeder selbst entscheiden, ob er teilhaben möchte oder nicht. Die reinen Fakten, meine Gedanken und Gefühle, Reaktionen von Freunden, Bekannten und Verwandten und Geschichten, die mir in dieser Zeit über den Weg laufen. Ich werde auch nicht rein chronologisch vorgehen. Es wird Rückblenden und Erinnerungen geben, die sich irgendwann im Laufe der Zeit und zum Thema ereigneten.

(Das Bild ist von CP Malek und ich liebe es und es passt zu mir)


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Pleiten Pech und Pannen

Pleiten Pech und Pannen

Freitag war ich ja zur ersten Bestrahlung. Zwei Tage vorher zum CT, um den Bestrahlungsplan zu erstellen. Unter der Bestrahlungsplanung versteht man im Rahmen der Strahlentherapie die Ausarbeitung eines individuellen Plans zur Eingrenzung des Tumors und der gleichzeitigen Schonung des gesunden Gewebes.
Am Folgetag sollte dann der Plan erstellt werden und Freitag ab in den Strahler und nach 10 Minuten sollte alles fertig sein. Soviel zu Theorie. Aber es können immer Fehler passieren – wir sind alle nur Menschen. In der Realität sah es dann leider wie folgt aus:

9:30 Uhr war ich vor Ort und wurde vor Raum LB6 platziert. Nach gut einer Std. kam dann ein Arzt zu mir der sich Wort- und Gestenreich entschuldigte. Es wurde wohl vergessen einen Bestrahlungsplan zu erstellen und es würde jetzt grade gemacht und solle doch noch ein wenig Geduld haben.

11:30 Uhr „Jetzt geht’s gleich los Hr. Klug-Offermann“ hörte ich, während ich leicht am linken Mundwinkel sabbernd vor mich hindöste. „Ja, is‘ klar“ dachte ich und schlummerte und sabberte leicht weiter.

12:00 Uhr und los geht’s nach nur zweieinhalb Stunden Wartezeit. Und jetzt wurde es richtig blöd – oder um mal Tacheles zu sprechen: Es wurde mal so richtig scheiße. Wie sich herausstellte musste der rechte Arm in genau der Position gehalten werden, in der er am meisten schmerzt. Also so richtig Schmerzen verursacht. Nach oben hinten muss der Arm. Und das für geschlagene 10 Minuten, Es war der pure Horror. Nach 5 Minuten war ich schweißgebadet und alles zitterte. Nach weiteren 5 Minuten konnte ich nur noch schreien. Aber es hat funktioniert. So kann, dass aber jetzt nicht die nächsten 17-mal ablaufen. Also nochmal mit den Ärzten gesprochen und eine Morphium-Akut-Medikamentation für die Bestrahlung erstellt.
Warum das so scheiße weh tut ist relativ einfach erklärt. Es werden bei meiner Bestrahlung zwei Baustellen versorgt. Die erste Baustelle sind die verdammten Lymphknoten, die sich angesammelt haben und genau von oben auf die Metastasen des Schultergelenks drücken und damit diesen fiesen Schmerz verursachen. Wenn dann der Arm noch nach hinten-oben gehalten werden muss, dann drücken die Knoten aber mal direkt auf die Metastasen und das tut einfach weh – Punkt um.

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Sternenlicht

Sternenlicht

Sternenlicht

Manchmal, wenn meine Dämonen schweigen
oder sich anderswo die Zeit vertreiben
Dann komme ich leise hervorgekrochen
Nutze die seltene Gelegenheit

Strecke mich dem Firmament entgegen
und dann trinke ich das Sternenlicht
vorsichtig und Schluck für Schluck
bis sich im sanften Glanz des Sternenlicht
eine wunderschöne Welt abzeichnet

Eine Welt ohne Angst und ohne Sorgen
Alles erstrahlt seicht im sanften Licht der Sterne
Denn ich trinke jetzt das Sternenlicht
und all die Dämonen sehe ich nicht

Schatten und Angst verschwinden
weggewischt vom Sternenlicht
Überall nur Sternenlicht
das mich behütet und umhüllt

Kraftvoll sanft erstrahlt nun meine Seele
erstrahlt, weil sie den Frieden sieht
es erfüllt mich Stärke nun und Zuversicht
ausgelöst durch das Sternenlicht

Strecke mich ins Unermessliche
auf der Suche nach noch mehr Sternenlicht
will meinen Durst stillen
will unbedingt gewinnen

Will der Seuche Meister werden
will sie zerstören und in ihre Schranken weißen
will sie bekämpfen und verscheuchen
will im Sternenlicht sie gleich jetzt ersäufen

[jko 21.03.2019]

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Hier auf meiner Homepage werde ich von nun an mehr oder weniger Regelmäßig berichten, was ich erlebe und wie ich es erlebe. Somit kann dann jeder selbst entscheiden, ob er teilhaben möchte oder nicht. Die reinen Fakten, meine Gedanken und Gefühle, Reaktionen von Freunden, Bekannten und Verwandten und Geschichten, die mir in dieser Zeit über den Weg laufen. Ich werde auch nicht rein chronologisch vorgehen. Es wird Rückblenden und Erinnerungen geben, die sich irgendwann im Laufe der Zeit und zum Thema ereigneten.

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Gelöchert

Gelöchert

Gelöchert

Ja – heute wurde ich buchstäblich gelöchert. Von drei unterschiedlichen Personen, bevor die Zugangsnadel nach dem X-ten Versuch endlich saß, um den Weg für das Kontrastmittel in meine Leiterbahn endlich freizugeben.
Ich denke ich werde mir nach den Bestrahlungen einen Port für die restlichen Chemos setzten lassen. Allein der Gedanke an die Stecherei und Sucherei bis eine Stelle gefunden wurde, an der man einen Zugang legen könnte, graust mir!

Und schon sind bei dem Punkt für den heutigen Eintrag. Heute war de CT Termin als Vorbereitung für die erste Bestrahlung. Am Freitagvormittag geht es dann mit den Bestrahlungen los. Im Vergleich zu allem anderen soll das ja recht harmlos sein- Keine Ahnung, ich hatte noch keine. Freitag weis ich mehr. Allerdings stellte sich heraus, dass ich zur Bestrahlung den Arm des Schmerzes – ja genau den, den ich wenig und nach oben/hinten gar nicht bewegen kann. Das war eine sehr unangenehme Erfahrung den Arm heute während der CT in dieser Position halten zu müssen -das wird auch am Freitag sehr unangenehm sin. Aber es wird vorbei gehen. Nur eine neue Herausforderung, die gemeistert werden will. Also werde ich auch diese kleine Herausforderung angehen.

TAGESWORT: #CHACKA

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