Sternenlicht

Sternenlicht

Sternenlicht

Manchmal, wenn meine Dämonen schweigen
oder sich anderswo die Zeit vertreiben
Dann komme ich leise hervorgekrochen
Nutze die seltene Gelegenheit

Strecke mich dem Firmament entgegen
und dann trinke ich das Sternenlicht
vorsichtig und Schluck für Schluck
bis sich im sanften Glanz des Sternenlicht
eine wunderschöne Welt abzeichnet

Eine Welt ohne Angst und ohne Sorgen
Alles erstrahlt seicht im sanften Licht der Sterne
Denn ich trinke jetzt das Sternenlicht
und all die Dämonen sehe ich nicht

Schatten und Angst verschwinden
weggewischt vom Sternenlicht
Überall nur Sternenlicht
das mich behütet und umhüllt

Kraftvoll sanft erstrahlt nun meine Seele
erstrahlt, weil sie den Frieden sieht
es erfüllt mich Stärke nun und Zuversicht
ausgelöst durch das Sternenlicht

Strecke mich ins Unermessliche
auf der Suche nach noch mehr Sternenlicht
will meinen Durst stillen
will unbedingt gewinnen

Will der Seuche Meister werden
will sie zerstören und in ihre Schranken weißen
will sie bekämpfen und verscheuchen
will im Sternenlicht sie gleich jetzt ersäufen

[jko 21.03.2019]

Mein Krebs-Gedankenbuch

#fuckcancer

Die Meisten haben es ja schon mitbekommen. Ich habe Krebs. Lungenkrebs, kleinzellig und aggressiv.

Ich habe mich nun endgültig dazu entschlossen, offen mit dem Thema um zu gehen. Ich möchte, dass diejenigen, die es wissen möchten, nicht über Dritte oder Buschfunk mit „Informationen“ versorgt werden.

Hier auf meiner Homepage werde ich von nun an mehr oder weniger Regelmäßig berichten, was ich erlebe und wie ich es erlebe. Somit kann dann jeder selbst entscheiden, ob er teilhaben möchte oder nicht. Die reinen Fakten, meine Gedanken und Gefühle, Reaktionen von Freunden, Bekannten und Verwandten und Geschichten, die mir in dieser Zeit über den Weg laufen. Ich werde auch nicht rein chronologisch vorgehen. Es wird Rückblenden und Erinnerungen geben, die sich irgendwann im Laufe der Zeit und zum Thema ereigneten.

(Das Bild ist von CP Malek und ich liebe es und es passt zu mir)


Wer möchte, kann mir auch gerne schreiben.
Digital an: jko@www.jko-artworx.de 

Oder (ich liebe es) gerne auch noch mit der wunderbar altmodischen Post:

Jan Klug-Offermann
Louis-Goos-Str. 6
74889 Sinsheim

Nachtgedanken

Nachtgedanken

NACHTGEDANKEN

Wenn mich nachts Gedanken quälen
Erinnerungen heimsuchen aus fast vergessener Zeit
Dann nehme ich mich in den Arm
wiege mich sanft von Seite zu Seite

Male Bilder auf Papier und Haut
zeige was ich zu sagen habe
ganz ohne Worte
einfach so für mich und Alle

wiege mich sanft von Seite zu Seite
Erhebe mich über meine Dämonen
zeige ihnen wer hier der neue Herr ist
Weise sie zurück in ihre vergangene Zeit

[jko 17.03.2019]

Himmelskinder

Himmelskinder

Himmelskinder

Nichts anderes als Engel in Menschengestalt
Himmelskinder bewachen mich
achten auf mich beachten und achten mich
im Grau des Himmels verborgen
stoßen sie zu mir herab

kommen stets zur rechten Zeit
vertreiben meine eigenen Wolken
Wolken die sich um Herz und Seele spannen
verjagen den Kummer und das Grau
geben Wärme und Geborgenheit

Himmelskinder die jeder brauch
immer ein tröstendes Wort
immer eine wohltuende Umarmung
stets bereit zu helfen
Danke meinen Himmelskindern

[jko 15.03.2019]

Warum ich Weihnachten nicht mehr feiere

Warum ich Weihnachten nicht mehr feiere

Weihnachten das Fest von Pomp und für Popanz?

Sicher ist Weihnachten unglaublich kommerziell und materialistisch geworden. Jedes Jahr zu dieser Zeit wurde und werde ich nachdenklich und bis vor wenigen Jahren hasste ich Weihnachten mehr und mehr. Eigentlich sollte man sich ja zumindest in der Kindheit an schöne und fröhliche Weihnachten erinnern. Aber nicht einmal das gelingt mir. Natürlich waren meine Eltern immer sehr bemüht uns Kindern ein tolles und unvergessliches Weihnachtsfest bereiten. Und ja, sogar mir gelingt es, mich an einige glückliche Weihnachtsmomente zu erinnern. Im Groben ist mir aber immer der Streit und das Geschrei meiner Eltern im Gedächtnis geblieben:

„Der Baum ist schief Schorsch!“

„Anne hier sieht es aus wie im Schweinestall…“

„Viel zu viel Lametta …“

„Schrei mich nicht so an …“

„Ach mach Deinen Scheiss doch alleine…“

So ging es Stunden vor der Weihnacht immer bei uns zu. Dann wurden Omas und Opas abgeholt oder kamen selber angefahren und als ob man einen Schalter umlegen würde, waren alle Erwachsenen wie ausgewechselt:

„Ist der Baum nicht schön Schatz?“

„Hach was ist das hier schön dekoriert!“

„Mein Gott siehst DU heute wieder gut aus!“

Was habe ich diese scheinheilige Scheisse schon als Kind gehasst. Aber ich habe natürlich mitgespielt, weil ich ja geil auf die Geschenke war. Alles andere wäre gelogen!

Und heute, als „erwachsener“ alternder Mann sehe ich das ganze mittlerweile wieder viel entspannter. Ich hasse Weihnachten nicht mehr. Ich kaufe keine Geschenke mehr. Ich erwarte auch keine. Ich mach mir keinen Stress. Keinen Weihnachtsbaum, kein Gebimmel, keine Deko NIX!

Aber ich habe Zeit. Zeit um mich um Menschen zu kümmern, die mir am Herzen liegen. Zeit für mich. Zeit, um für meine Seele zu arbeiten und Zeit um Texte wie diese zu schreiben und via Homepage, Facebook, Twitter & Co meine Gedanken in die Welt hinaus zu tragen …

In diesem Sinne wünsche ich allen von Herzen, das Ihr ein Weihnachten für Euch gefunden habt, mit dem Ihr gut leben könnt. Ich konnte es viele Jahre lang nicht. Und so richtig immer noch nicht …