Magic Moments

Magic Moments

Und ja, es gibt sie noch. Magische Momente. Als ich heute Nacht wieder mal nicht einschlafen konnte, entschloss ich mich als alter Queen Fan den aktuellen Hollywood Blockbuster „Bohemian Rhapsody“ anzusehen. Es geht mir hierbei nicht um eine Filmkritik. Vielmehr geht es mir darum, dass mich der Film packen konnte. Mich in seinen Bann ziehen konnte. Ich erkannte diverse Parallelen zu mir und meinem Leben. Ich bin weit entfernt davon in irgendeiner Art und Weise mit dem Talent und Können eines Freddie Mercury auch nur ansatzweise verglichen zu werden. Nein es geht mehr um die Situationen, in denen er sich befand und die ich bei mir wiederentdeckte. Die Szene wo ein Patient am Tropf durch ein recht leeren Krankenhausgang lief z.B. oder als ihm die Schwere seiner Erkrankung bewusstwird und er daran denkt, was er alles noch „schaffen“ wollte. All diese kleinen Szenen entdecke ich bei mir auch.

Denn – bei aller Bescheidenheit – auch ich habe das Bedürfnis etwas auf dieser Welt zu hinterlassen. Etwas mit Bestand und Bedeutung. Ganz im Kleinen. Für Menschen, denen ich durch meine Arbeiten etwas geben konnte oder sogar etwas wieder zurückgeben konnte. Durch Freundschaften, Worte und Taten, die auch anderen etwas bedeuten und nicht nur mir. Der Film war überaus inspirierend für mich und gleichzeitig auch etwas deprimierend – aber das ist ok. Der Film hat mich emotional voll abgeholt und mitgenommen und mir gleichzeitig zusätzliche Kraft gegeben. Ich habe hier noch ein bisschen was zu erledigen und ich werde es verdammt nochmal tun.

Und ich schwöre Euch, als am Ende im Live Aid Concert:

We are the champions, my friends
And we’ll keep on fighting ’til the end
We are the champions
We are the champions
No time for losers
‘Cause we are the champions of the world …

erklang lief mir längst der Rotz aus beiden Nasenlöchern. (und NEIN, das habe ich nicht fotografiert.) Und ich habe mir geschworen, genug gejammert und genug gezetert, jetzt wird wieder nach vorne geschaut. Also habe ich gleich mal den Text verfasst. Und ein Bild hab ich auch mal wieder bearbeitet!

Mein Krebs-Gedankenbuch

#fuckcancer

Die Meisten haben es ja schon mitbekommen. Ich habe Krebs. Lungenkrebs, kleinzellig und aggressiv.

Ich habe mich nun endgültig dazu entschlossen, offen mit dem Thema um zu gehen. Ich möchte, dass diejenigen, die es wissen möchten, nicht über Dritte oder Buschfunk mit „Informationen“ versorgt werden.

Hier auf meiner Homepage werde ich von nun an mehr oder weniger Regelmäßig berichten, was ich erlebe und wie ich es erlebe. Somit kann dann jeder selbst entscheiden, ob er teilhaben möchte oder nicht. Die reinen Fakten, meine Gedanken und Gefühle, Reaktionen von Freunden, Bekannten und Verwandten und Geschichten, die mir in dieser Zeit über den Weg laufen. Ich werde auch nicht rein chronologisch vorgehen. Es wird Rückblenden und Erinnerungen geben, die sich irgendwann im Laufe der Zeit und zum Thema ereigneten.

(Das Bild ist von CP Malek und ich liebe es und es passt zu mir)


Wer möchte, kann mir auch gerne schreiben.
Digital an: jko@www.jko-artworx.de 

Oder (ich liebe es) gerne auch noch mit der wunderbar altmodischen Post:

Jan Klug-Offermann
Louis-Goos-Str. 6
74889 Sinsheim

Wenn der Amtsschimmel leise wiehert

Wenn der Amtsschimmel leise wiehert

Heutiges OP Vorbereitungsgespräch

Bevor ich mich dem Amtsschimmel widme, noch eine kurze Zusammenfassung der heutigen Ereignis – dem Vorgespräch der Schulter Stent OP und meine Entscheidung:

ich habe nach dem OP Vorbereitungsgespräch die OP abgelehnt – sie wird nicht stattfinden.

Der Arzt sagte ganz klar, er kann nicht dafür garantieren, dass die Schmerzen dann weg sind. Er könne maximal dafür sorgen, dass ein besserer Durchfluss herrschen würde – aber auch dies ohne Garantie.

Der Arm ist stand heute fast völlig zurück auf Normal. Was bedeutet, dass er wohl immer nur zur Chemo anschwillt und wieder abschwillt. Eine Garantie der Schmerzfreiheit gibt es auch mit dem Stent nicht. Lediglich ein Anschwellen KANN vermindert werden, das ist aber nicht das, was ich beabsichtigte. Also übe ich mich in Geduld, warte die Bestrahlung ab, die auch gegen die Schmerzen helfen wird und bin einfach nicht so ungeduldig. Den wenn der Arm (voraussichtlich Morgen) völlig abgeschwollen ist, werde ich auch wieder viel besser damit zurechtkommen.

Nach Rücksprache mit meiner Onkologischen Ärztin habe ich mich dann entschlossen die OP NICHT durchführen zu lassen und auf die zusätzliche Belastung vorerst zu verzichten.

Der Amtsschimmel und sein Wiehern

Gestern bereits fand ich Post vom Jobcenter, bei dem ich mich ja wie gesagt vollkommen nackig machen muss. Das ist ja auch ok, aber warum habe ich einen Termin vor Ort gehabt, um Diverses zu klären, um dann ein Brief mit Rückfragen auf genau die Fragen, die im pers. Gespräch geklärt werden sollten, erneut gestellt werden.
So z.B. habe ich im pers. Gespräch extra darauf hingewiesen, dass auf meinen Kontoauszügen Einzahlungen von Freunden, Fans und Bekannten mit dem Hinweis Spende, Geschenk oder Ähnliches zu finden sind. Ich erklärte dem Jobcenter, das es sich um Geschenke und Spenden handelt, da ich seit Anfang Januar nicht mehr arbeiten konnte und mir diese wunderbaren Menschen (im Gegensatz zu EUCH) einfach geholfen haben finanziell zu überleben.
Zusätzlich noch die PayPal-Abrechnungen der letzten 3 Monate, Fahrzeugpapiere, Wertsachen, etc. Außer einem 25 Jahre altem Opel Astra und einer seit Jahren gekündigten Lebensversicherung. Sie wollen nicht einsehen, dass da nix zu holen ist …

Dann heute Abend 18:12 Uhr – jaaaaaa 18:12 Uhr – versuch DU mal Deine Versicherung um diese Uhrzeit zu erreichen 😉 – klingelt mein Smartphone und die Gesundheitskasse ruft an. Sie könne meine im Februar beantragte Freistellung vom Eigenanteil nicht freigeben, da sie die von der anderen Abteilung noch keine Berechnung des Krankengeldes vorliegen würde. Dies wäre so, weil ich erst seit 01.03. krankgeschrieben sei! Gut das ich mir von Anfang an ALLES einscanne was damit zu tun hat. Also werde ich morgen Vormittag dort erneut aufschlagen, meine Kopie der Erstbescheinigung ERNEUT abgeben und mir diesmal schriftlich quittieren lassen, dass ich sie abgegeben habe – evtl. mache ich ein Erinnerungsfoto für mich 😀

Morgen früh steh ich bei beiden auf der Matte – denn das Einzig Gute an den Beiden Organisationen ist, dass sie sich im selben Gebäude in Sinsheim aufhalten.

Alles lief so gut an und alle waren vordergründig so nett und hilfsbereit und doch wird jetzt an jedem Zipfel gezogen, um ja keine Kohle genehmigen zu müssen. Der Schimmelreiter bleibt halt doch der Herr über seinen Amtsschimmel.

Mein Krebs-Gedankenbuch

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Die Arschkrampe

Die Arschkrampe

Fast zwei Wochen habe ich nichts von mir hören lassen. War mit mir und meiner Situation beschäftigt und musste mir selbst über einige Dinge klar werden. Zunächst zehrt es sehr an Nerven, Geduld und Stärke, dass ich die Chemo immer gut überstehe und wenig Nebenwirkungen zeige. Aber dann doch immer und ständig irgendetwas neues dazu kommt, dass so nicht üblich ist, bei mir aber sofort HIER schreit und sich breit macht. So zuletzt das Restless Leg Syndrom, dass stationär schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Nachdem ich dann schmerzfrei war durfte ich letzte Woche Mittwoch bis Freitag den 3. Zyklus meiner Chemo durchziehen. Samstag durfte ich dann wieder nach Hause. Die Ärzte diskutierten meinen Fall wohl noch eine Weile.

In der Zeit, in der ich dort stationär lag, habe ich immer wieder davon angefangen, ob man nicht an der Schulter und am Arm irgendetwas machen könnte, damit dieser wieder besser funktionieren würde. Ich hatte die Zeit genutzt und über viele Dinge nachgedacht. Dabei wurde mir eines ganz klar: Das ich nichts tun kann, keine Fotos machen, keine Bilder bearbeiten liegt nun mal daran, dass der Rechte Arm so unbrauchbar geworden ist und mi Lebensqualität entzieht. Einfach nur rumliegen und warten das evtl. IRGENDWANN mal die Schmerzen weg gehen und ich wieder etwas tun kann, das ertrage ich auf Dauer nicht! Das macht mich niedergeschlagen und unzufrieden. Dazu diese ständige unglaubliche Müdigkeit und Erschöpfung. Oft fällt es mir schwer mich auf einfache organisatorische Dinge zu konzentrieren – z.B. meine Termine zu koordinieren etc.

Kurz um ich brauche einen Arm, der mir zumindest einfache Arbeiten und fotografieren erlaubt, ansonsten habe ich das Gefühl ich drehe durch und es geht mir einfach seelisch nicht gut und das wirkt sich bei mir dann auch schnell mall physisch aus. Auch bin ich dann ziemlich unleidlich und meide zwischenmenschliche Kontakte, weil ich niemanden nerven oder gar beleidigen möchte. Und glaubt mir, wenn ich so drauf bin, dann bin ich echt eine ganz schöne Arschkrampe und lass den Frust dann auch an denen aus, die das überhaupt nicht verdient haben. Also schotte ich mich lieber ab und meide den Kontakt. Und das ist natürlich falsch. Also habe ich mit den Ärzten gesprochen und meine Lage geschildert. Die Ärzte haben das unter sich besprochen und am Dienstag bekam ein einen Anruf, dass sie mir in der Schulter, an der Stelle, an der die Lymphknoten, die ich habe auf die Adern drücken, einen Stent gesetzt bekomme, damit der Arm abschwillt und die Beweglichkeit zurückkommt. Auch werden zunächst die Bestrahlungstherapie eingeleitet bevor es mit der Chemo weitergeht.

Heute also Vorgespräch für eine schnelle Stent-OP morgen und beginnender Strahlungstherapie ab nächster Woche. Also volles Programm und den Focus momentan daraufgesetzt, dass ich etwas Lebensqualität zurückgewinne.

So, jetzt muss ich mich fertig machen zum OP Vorgespräch in Heidelberg. Ich versuche nicht mehr so viel Zeit ins Land gehen zu lassen, bevor ich wieder berichte. Aber wie gesagt, auch ich musste mich erneut finden …

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Rückschläge inklusive

Rückschläge inklusive

Bis jetzt konnte und durfte ich viel Positives schreiben. Aber Krebs ist echt eine fiese Krankheit und ein Arschloch vor dem Herrn – falls man an einen glauben mag. Und natürlich ist es leicht, positiv zu schreiben und zu berichten, wenn es einem doch ziemlich gut geht. So was das bisher bei mir. Ich wurde zwar von verschiedenen Seiten gewarnt, dass sich dies ganz schnell ändern kann – aber will sowas schon hören, wenn es grad gut läuft?

Niemand – auch ich nicht!

Und dann am Wochenende zeigte das kleine Arschloch mir seine fiese Fratze und brachte etwas Neues auf den Plan. Ich bekam jeden Abend, sobald ich etwas zur Ruhe kam, ein heftiges Kribbeln und Reißen in den Beinen. Dieses anfängliche Kribbeln wurde leider ganz schnell zu einem heftigen – wirklich heftigen Schmerz. Dieser Schmerz ließ sich nur mindern, in dem ich rumgelaufen bin, die Beine im Sitzen ständig bewegt und geschüttelt habe. Selbst die Erhöhung meiner Morphin und Novalgin brachte an den Beinen keinerlei Änderung. Ab ca. 2:00 Uhr war ich dann einfach so derart erschöpft, dass ich für zehn bis maximal 20 Minuten endlich einschlief, bzw. war das eher eine Erschöpfungsohnmacht als echter Schlaf. So ging dass dann über Tage. Zur selben Zeit ergab es sich dann auch noch, dass die Schulter nicht mehr wirklich auf die Schmerzmedikation reagiert.

Nach meiner Beschreibung des Schmerzverlaufes wurde das Restless Leg Syndrom vermutet. Gut Behandelbar falls es das wirklich sein sollte.

Montag 04.03. war ich ja dann in der Orthopädischen Uniklinik in Heidelberg und bekam wenigstens dort eine gute Nachricht: Die Schulter muss nicht operiert werden. Es wird Bestrahlung angesetzt. Und schon am Montag merkte ich, dass jetzt auch noch die linke Schulter zu schmerzen anfängt. Das ist natürlich sehr schlecht. Denn mit zwei eingeschränkten Seiten ist an selbstbestimmtes handeln und Leben kaum noch zu denken. Ich werde dann wohl eine Pflegekraft benötigen. Aber darum kümmre ich mich, wenn die Schmerzbaustelle beseitigt ist. Evtl. bringt ja die Bestrahlung rasche Schmerzlinderung und ich bin bald wieder mobiler.

Soweit, so gut – bleiben noch die Schmerzen. Zum einen ist es der Schmerz der mich quält und zweifeln lässt. Aber schlimmer ist die Kombination aus Schmerzen und Schlaflosigkeit, die mir mehrere Horrornächte bescherten. Und es war wirklich Horror für mich. Es ging so weit, das ich nicht wusste wie es weitergehen sollte.
Also hab ich mich bei den Ärzten gemeldet und meinen Notruf abgesetzt. Und nun ging alles ganz schnell. Ab in die Thoraxklinik und versuchen eine Lösung zu finden.

Nach ausführlichen Gesprächen wurde eine neue Schmerzmedikation eingesetzt und auch ein Mittel speziell gegen das Restless Leg Syndrom verabreicht. Das Prozedere begann gegen 17:00 Uhr und linderte meine Schmerzen deutlich. Die Beinschmerzen waren auch deutlich besser. Nicht ganz verschwunden, aber deutlich besser.

Leider dauerte dieser Zustand nur knapp drei Stunden. Gegen 20:00 Uhr war es dann fast so schlimm wie vorher. Es wurden noch zwei weitere Morphium Präparate eingesetzt und jetzt ist es erträglich. Morgen also Gespräche und auch wieder Chemo.

Ihr müsst entschuldigen, aber ich schreibe diesen Text unter Einfluss all der Mittelchen und Spritzen und es fällt mir wirklich schwer, mich richtig auszudrücken. Auch scheint mir das alles ein wenig verworren zu sein. Aber auch das gehört jetzt zu meinem Leben.

Das war es für heute – kann nicht mehr.

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Nächte

Nächte

03.03.2019 – Gedanken an die Nacht davor

Und auch solche Nächte, wie die Vergangene gehören dazu. Allerdings hatte ich solche Nächte auch schon bevor ich an Krebs erkrankte. Sie sind also nichts neues für mich. Aber auch in dieser Phase meines Lebens gehören sie offensichtlich weiterhin dazu. Natürlich dreht es sich dann bei den nächtlichen Gedanken auch um das aktuelle Thema – aber eben nicht nur. Und dann schreibe ich einen Text, mit dem ich nicht versuche zu erklären, über was ich wachliege und nachdenke, denn viel intensiver empfinde ich die Art und Weise wie das geschieht:

 

Nachtgedanken

Gedanken dir durch mein Hirn rasen
hinterlassen schmerzhafte Spuren
schlagen aneinander und wirbeln umher
verwirren meinen Blick und vernebeln den Verstand
Nachdenken wird zur Qual und fordert seine Opfer
Gedanken jagen mich erneut durch die Nacht
Keine Aussicht auf ein wenig Schlaf – keine Wahl
Diese Nacht wurde erneut zur Qual und lässt keinen Raum
Am Ende ist alles doch nur ein Traum …

jko 03.03.2019

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Begegnungen – Achim

Begegnungen – Achim

Rückblende – Begenungen

Sonntag, 6. Januar 2019 02:14

Seit gestern bin ich nun in der Thoraxklinik in Heidelberg, um den frisch entdeckten Tumor auf der Lunge untersuchen zu lassen. Hier lernte ich Achim kennen. Achim ist mein Zimmergenosse, 65 Jahre alt und hat seit über 8 Jahren Krebs. Achim freute sich, dass ich gut zu Fuß war, denn er konnte ohne Rollstuhl und Atemgerät zu dieser Zeit nicht sehr weit kommen und ich fuhr ihn dann immer nach unten zum Rauchen oder in die Cafeteria. Rauchen bedeutet für Achim Schmerzlinderung, denn er bekommt medizinisches Marihuana verschrieben.
Und so kamen wir natürlich auch ins Gespräch und er erzählte mir, dass er unbedingt bis Freitag hier wieder raus sein müsse. Es stellte sich heraus, dass er im Rahmen seiner Behandlung die Krankenschwester Karin kennenlernte. Und sie lernten sich nicht nur kennen, sondern auch lieben. Seit fünf Jahren sind sie nun ein Paar. Vor gut einem Jahr wurde dann bei Karin ebenfalls Krebs entdeckt und nun kämpfen Sie gemeinsam dagegen an. Ein tolles Paar, dass mir Mut gemacht hat und das nun am Freitag, den 11.01.2019 heiraten werden.

GROSSARTIG! Ist das nicht eine geile Story?

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