LUCY inspiriert mich immer wieder zu wunderbaren Bildern. Nicht zuletzt, weil auch Sie Texte aus dem Leben verfasst und mir diese ab und an zu lesen gibt. So wie in diesem Fall. Wolken wehen bekam ich im Oktober zu lesen und hatte sofort Bilder im Kopf. Im November trafen wir uns dann, um die Ideen in meinem Kopf zu Bildern werden zu lassen.

Auch hatte ich mich spontan an ein Bild von Herrn Buchta erinnert und wollte es gerne einbauen. So hab ich Thomas angeschrieben und ihm meine Idee geschildert und gefragt, ob er mir PLANET KREFELD für ein Compositing zur Verfügung stellt – was soll ich sagen: Danke Thomas!

Das ist dabei herausgekommen:

Wolken wehen

Ich bin ein Haus.
Nein kein Haus, ich bin größer als ein Haus.
Ich bin ein Riese.
Ich berühre die Wolken.
Wenn meine Augen auf und zu gehen, erzeuge ich einen Windstoß, der die Wolken in meinem Gesicht weg weht.
So groß bin ich.

Die Kleinigkeiten der Welt, spielen keine Rolle für mich.
Der Dreck und der Schmutz, die Schwierigkeiten und Probleme, sind so winzig, dass ich sie kaum wahrnehmen kann.
Ich versuche mit meiner Größe keine Häuser zu zertreten.
Die Häuser der kleinen Menschen, die die Erde bevölkern.
Die Häuser der Menschen, die sich von dem Dreck, dem Schmutz, den Schwierigkeiten und den Problemen klein halten lassen.
Sie können wachsen, wie ich es einst getan habe.
Größer werden als ein Haus, so groß das auch ihre Wimpern Wind erzeugen.
Sie müssen nur loslassen.
Loslassen und lernen, dass nichts auf der Welt sie stoppen kann,
dass nichts sie klein halten kann und das auch sie groß sein können, größer als ein Haus.

Doch Nachts beginnen der Dreck, der Schmutz, die Schwierigkeiten und die Probleme zu wachsen
Und während sie wachsen, werde ich klein.
Klein wie ein Haus, nein kleiner, klein wie eine Maus.

Dann stelle ich fest, nein ich bin nicht klein.
Nicht klein wie eine Maus, nicht klein wie ein Haus.
Nein hoch wie die Wolken.
Ich setzte mich auf und überschaue die Welt.
Besiege den Dreck, den Schmutz, die Schwierigkeiten und die Probleme.
Jede Nacht ein Kampf.
Jede Nacht, schrumpfen und wachsen.
Jede Nacht.
Und am Ende bin ich wieder groß.
Größer als ein Haus, hoch wie die Wolken
Und meine Wimpern erzeugen einen Windstoß, der die Wolken weg weht.

Perlenmädchen